Andreas Maleta
Die Adria Ausstellung im Wien Museum 2014
21/01/14 14:16
Im Winter 2013/14 eröffnete das Wien Museum die Ausstellung: «Österreichische Riviera, Wien entdeckt das Meer!»
Eine sehr umfassende Darstellung der berühmten Badeorte der Monarchie, wobei ja nicht nur Wiener dorthin reisten. Allerdings kommt bei der Darstellung Grado viel zu kurz, während Brioni, Abbazia und andere Ort im heutigen Kroatien bis ins kleinste Detail vertreten sind. Es wird zwar Auchentaller’s Plakat «Seebad Grado» an vorderster Stelle abgebildet und immer wieder auch als Werbung für die Ausstellung verwendet, nur leider fehlt überall der Hinweis auf den Künstler, daher ist diese Ausstellung was Grado betrifft sicherlich mangelhaft.
Natürlich waren die Nobelorte an der dalmatinischen Küste bereits lang vor Grado entwickelt und wurden vermehrt von der Aristokratie besucht, Grado hingegen war ein durch und durch «bürgerlicher» Erholungsort, dafür kamen die bekanntesten Künstler und Architekten in die Pension Fortino der Auchentallers.
Am besten eignet sich der im Sommer 2013 erschienene Roman von Egyd Gstättner («Das Geisterschiff - Ein Künstlerroman», Picus Verlag, Wien) um die damalige Bedeutung Grados zu begreifen und auch die wichtige Rolle Josef Maria Auchentallers und seiner Frau Emma zu verstehen.
In einem Radiointerview mit Gstättner auf Ö1 (Von Tag zu Tag, 30.10.2013) wird nach einer ausführlichen Schilderung über Auchentaller und Grado einer der Kuratoren der Wien Museum Ausstellung zugeschaltet, der aber - wie könnte es anders sein - für Auchentaller nicht viel übrig hat, sondern über seine Ausstellung spricht als hätte es Auchentaller und Grado nie gegeben.
Eine sehr umfassende Darstellung der berühmten Badeorte der Monarchie, wobei ja nicht nur Wiener dorthin reisten. Allerdings kommt bei der Darstellung Grado viel zu kurz, während Brioni, Abbazia und andere Ort im heutigen Kroatien bis ins kleinste Detail vertreten sind. Es wird zwar Auchentaller’s Plakat «Seebad Grado» an vorderster Stelle abgebildet und immer wieder auch als Werbung für die Ausstellung verwendet, nur leider fehlt überall der Hinweis auf den Künstler, daher ist diese Ausstellung was Grado betrifft sicherlich mangelhaft.
Natürlich waren die Nobelorte an der dalmatinischen Küste bereits lang vor Grado entwickelt und wurden vermehrt von der Aristokratie besucht, Grado hingegen war ein durch und durch «bürgerlicher» Erholungsort, dafür kamen die bekanntesten Künstler und Architekten in die Pension Fortino der Auchentallers.
Am besten eignet sich der im Sommer 2013 erschienene Roman von Egyd Gstättner («Das Geisterschiff - Ein Künstlerroman», Picus Verlag, Wien) um die damalige Bedeutung Grados zu begreifen und auch die wichtige Rolle Josef Maria Auchentallers und seiner Frau Emma zu verstehen.
In einem Radiointerview mit Gstättner auf Ö1 (Von Tag zu Tag, 30.10.2013) wird nach einer ausführlichen Schilderung über Auchentaller und Grado einer der Kuratoren der Wien Museum Ausstellung zugeschaltet, der aber - wie könnte es anders sein - für Auchentaller nicht viel übrig hat, sondern über seine Ausstellung spricht als hätte es Auchentaller und Grado nie gegeben.
Die Schmuckausstellung 2011 und Georg Adam Scheid
09/04/11 21:38
Ab 25. Februar 2011 zeigt das Leopold Museum eine Jugedstil-Schmuck Ausstellung mit ausgewählten Schaustücken aus der Sammlung des Hessischen Landesmuseum in Darmstadt. Diese Sammlung beinhaltet einen großen Querschnitt der hauptsächlich französischen und Deutschen Schmuckproduktion knapp vor der Jahrhundertwende um 1900, hauptsächlich geprägt durch das einzigartige Schaffen des bedeutenden Pariser Juweliere, Goldschmied und Emailleur Rene Lalique (1860-1945). Eine ganze Generation von Design und Stilschaffenden folgten seinem Vorbild und die feinen, oft sehr gekünstelt wirkenden Schmuckstücke eroberten den Geschmack der Damenwelt um 1890.
Um auch den österreichischen Beitrag zu dieser Entwicklung darzustellen, bemühte sich das Museum einige der hervorragenden Schmuckschaffenden der damaligen Zeit ebenfalls in die Schaustellung zu inkludieren. Der ab 1895 auch in Wien einsetzende Jugendstil wurde aber in der Kaiserstadt anders interpretiert und entwickelte sich zu einer fast eigenständigen, ja neuen und eher modern wirkenden Gestaltung, mehr geometrischen Formen verbunden.
Es ist wohl sehr bezeichnend, dass in der Sammlung des Hessischen Landesmuseum aus der damaligen Zeit als einziger Vertreter aus Wien Josef Maria Auchentaller mit mehreren Schmuckstücken vertreten ist. Die in Wien beheimateten Juweliere wie Fischmeister und Köchert zeigen zwar hervorragende und meisterhafte Stücke, alle aber eher noch den Sujet La Lique verbunden. Nur Auchentaller und auch die Entwürfe der Wiener Werkstätte (meistens von Koloman Moser und Josef Hoffmann) sind bereits der Weiterentwicklung in die geometrischen Strukturen der Moderne verpflichtet.
Daher war es nur zu verständlich, dass sich die Kuratorin der Ausstellung, Patricia Spiegelfeld, auch um Josef Maria Auchentaller und seinem Schmuckproduzenten Georg Adam Scheid bemühte. Georg Adam Scheid und seine Schmuckfabrik sind neben der weltbekannten Wiener Werkstätte fast vergessen, obwohl Scheid eben mit Auchentaller einen nicht unwesentlichen Beitrag zu dem Erfolg der neuen Wiener Interpretation des Jugednstil-Designs lieferte.
Scheid hatte bereits seit 1882 eine erfolgreiche Schmuckproduktion in Wien-Gumpendorf errichtet und war besonders im Export in die umliegenden Länder der Donaumonarchie führend. Heute werden seine Schmuckstücke hauptsächlich in den führenden Auktionshäusern in London versteigert, aber in Wien bleibt er bis dato ein Unbekannter,
Mit seinem Multimedia-Vortrag über das Wirken von Georg Adam Scheid will Andreas Maleta die Bedeutung diese Auchentaller- Schmuckproduzenten in ein neues Licht rücken.
Um auch den österreichischen Beitrag zu dieser Entwicklung darzustellen, bemühte sich das Museum einige der hervorragenden Schmuckschaffenden der damaligen Zeit ebenfalls in die Schaustellung zu inkludieren. Der ab 1895 auch in Wien einsetzende Jugendstil wurde aber in der Kaiserstadt anders interpretiert und entwickelte sich zu einer fast eigenständigen, ja neuen und eher modern wirkenden Gestaltung, mehr geometrischen Formen verbunden.
Es ist wohl sehr bezeichnend, dass in der Sammlung des Hessischen Landesmuseum aus der damaligen Zeit als einziger Vertreter aus Wien Josef Maria Auchentaller mit mehreren Schmuckstücken vertreten ist. Die in Wien beheimateten Juweliere wie Fischmeister und Köchert zeigen zwar hervorragende und meisterhafte Stücke, alle aber eher noch den Sujet La Lique verbunden. Nur Auchentaller und auch die Entwürfe der Wiener Werkstätte (meistens von Koloman Moser und Josef Hoffmann) sind bereits der Weiterentwicklung in die geometrischen Strukturen der Moderne verpflichtet.
Daher war es nur zu verständlich, dass sich die Kuratorin der Ausstellung, Patricia Spiegelfeld, auch um Josef Maria Auchentaller und seinem Schmuckproduzenten Georg Adam Scheid bemühte. Georg Adam Scheid und seine Schmuckfabrik sind neben der weltbekannten Wiener Werkstätte fast vergessen, obwohl Scheid eben mit Auchentaller einen nicht unwesentlichen Beitrag zu dem Erfolg der neuen Wiener Interpretation des Jugednstil-Designs lieferte.
Scheid hatte bereits seit 1882 eine erfolgreiche Schmuckproduktion in Wien-Gumpendorf errichtet und war besonders im Export in die umliegenden Länder der Donaumonarchie führend. Heute werden seine Schmuckstücke hauptsächlich in den führenden Auktionshäusern in London versteigert, aber in Wien bleibt er bis dato ein Unbekannter,
Mit seinem Multimedia-Vortrag über das Wirken von Georg Adam Scheid will Andreas Maleta die Bedeutung diese Auchentaller- Schmuckproduzenten in ein neues Licht rücken.
Auchentaller in Trient
28/10/10 22:05
Ende September 2010 wurde die kleine aber sehr feine, ja fast könnte man “zarte” Ausstellung im Palazzo Trentino eröffnet. Um einige Allegorien Auchentallers tanzen fast die ebenso feinen und zarten Streich und Pinselwerke von Niccodem und Bonazza. Read More...