Museum in Gorizia

Dank dem Museum

Der Initiative der Museumsleitung ist es zu verdanken, dass diese aus Italien kommende Ausstellung auch in Wien gezeigt werden kann. Auchentaller selbst war zwar in Wien geboren und wirkte hauptsächlich im Kreise der Secessionisten, jedoch rückte Grado, im damaligen K.uK. Küstenland gelegen, ab 1903 immer mehr in den Mittelpunkt seines Lebens. Ab 1919, nach dem Zusammenbruch der Monarchie, lebte er und seine Familie dann zur Gänze in Italien, wo er auch am 1. Jänner 1949 verstarb.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass die ersten Initiativen Josef Maria Auchentaller wieder einer breiten Öffentlichkeit in Erinnerung zu rufen aus Norditalien kamen, insbesonders aus Gorizia (Görz), wo die rührige Museumsleiterin Raffaella Sgubin ab 2005 das Gesamtwerk des Künstlers langsam auszustellen begann.

Besonderer Dank jedoch die ganze Welt um Auchentaller zu erfassen, den Werken auf die Spur zu gehen und diese - meist in Privatbesitz befindlichen Bilder - auszuforschen gehört Dr. Vera Vogelsberger, die 1986 die bis dato einzige Doktorarbeit über den Maler verfasste und auch bis 2007 (sie verstarb leider im Herbst 2007) als Kuratorin für diese Wanderausstellung vorgesehen war.

Ab Juni 2008 wurde die Ausstellung in ihrer Gesamtheit, also Schmuck, Stoffentwürfe, Plakate, Inneneinrichtung und natürlich ein Großteil der Bilder im Provinzmuseum von Gorizia gezeigt. Im Winnter 2008/09 wanderte die Ausstellung nach Bozen, da die Familie Auchentaller aus Südtirol stammte.

Der Höhepunkt dieser Reise ist natürlich die Ausstellung in Wien, der Heimatstadt des Künstlers.

Die Ausstellung im Leopold Museum

Mit großem Erfolg und Andrang wurde am 11. Juni 2009 im Leopold Museum in Wien die heurige große Sommerausstellung über den “vergessenen Secessionisten” Josef Maria Auchentaller (1865-1949) eröffnet.

Fast 100 Jahre sind vergangen seit seine Bilder in öffentlichen Räumen zur Schau gestellt wurden, und dass, obwohl der Maler zu einen der frühen und führenden Kräften innerhalb der Kunstbewegung um die Jahrhundertwende gegolten hatte.

Bereits 1893, gerade 28. Jahre alt, zieht er mit Frau Emma und Tochter Josefa Maria nach München ins Schwabinger Künstlerviertel, um sich an der dortigen Akademie unter Franz Erler und anderen weiter zu entwickeln. Der “Jugendstil” wird gerade geboren und Auchentaller ist mitten dabei.