Die Adria Ausstellung im Wien Museum 2014

Im Winter 2013/14 eröffnete das Wien Museum die Ausstellung: «Österreichische Riviera, Wien entdeckt das Meer!»
Eine sehr umfassende Darstellung der berühmten Badeorte der Monarchie, wobei ja nicht nur Wiener dorthin reisten. Allerdings kommt bei der Darstellung Grado viel zu kurz, während Brioni, Abbazia und andere Ort im heutigen Kroatien bis ins kleinste Detail vertreten sind. Es wird zwar Auchentaller’s Plakat «Seebad Grado» an vorderster Stelle abgebildet und immer wieder auch als Werbung für die Ausstellung verwendet, nur leider fehlt überall der Hinweis auf den Künstler, daher ist diese Ausstellung was Grado betrifft sicherlich mangelhaft.

Natürlich waren die Nobelorte an der dalmatinischen Küste bereits lang vor Grado entwickelt und wurden vermehrt von der Aristokratie besucht, Grado hingegen war ein durch und durch «bürgerlicher» Erholungsort, dafür kamen die bekanntesten Künstler und Architekten in die Pension Fortino der Auchentallers.

Am besten eignet sich der im Sommer 2013 erschienene Roman von Egyd Gstättner («Das Geisterschiff - Ein Künstlerroman», Picus Verlag, Wien) um die damalige Bedeutung Grados zu begreifen und auch die wichtige Rolle Josef Maria Auchentallers und seiner Frau Emma zu verstehen.
In einem Radiointerview mit Gstättner auf Ö1 (Von Tag zu Tag, 30.10.2013) wird nach einer ausführlichen Schilderung über Auchentaller und Grado einer der Kuratoren der Wien Museum Ausstellung zugeschaltet, der aber - wie könnte es anders sein - für Auchentaller nicht viel übrig hat, sondern über seine Ausstellung spricht als hätte es Auchentaller und Grado nie gegeben.